Große Resonanz auf Webinar zur ÜBH-Schlussabrechnung

Am 31. März 2024 endet die Abgabefrist für die Schlussabrechnung der Überbrückungshilfe (ÜBH). Speziell im Mode- und Schuhhandel besteht die Problematik, dass es bezüglich der Warenwertabschreibung in den FAQ zur ÜBH einige Unklarheiten und teils widersprüchliche Formulierungen gibt bzw. gab.

Unser Bundesfachverband Textil (BTE) hat zur Unterstützung aller Unternehmen aus der Textil-, Schuh- und Lederwarenbranche zusammen mit der Unternehmensberatung fashionconsult daher am 15. Februar 2024 ein Webinar mit dem Titel „ÜBH-Schlussabrechnung – Was bei der Warenwertabschreibung unbedingt zu beachten ist!“. Mehr als 100 Teilnehmer waren dabei, als Alexander Kipp von der Unternehmensberatung fashionconsult sowie Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Frank Güntgen (DHPG Köln) über die besonderen Problemstellungen und Risiken informierten und konkrete Handlungsoptionen aufzeigten. Einige zentrale Aussagen, die allerdings wegen der zum Teil unsicheren Rechtslage nur ohne Gewähr erfolgten:

  • Abschriften können nur auf Saisonware angesetzt werden, deren Wert dauerhaft gemindert ist. Da eine Saldierung vorgeschrieben ist, sollte erwogen werden, Warenbereiche mit eher geringen Abschriften (über EK) rauszunehmen. Auf Artikelebene dürfte dies aber nicht anerkannt werden.

  • Ggf. sollte der Kumulationszeitraum für die Saldierung stark verkürzt werden, im Extremfall auf den Stichtag. Zu prüfen ist dabei, ob vorgenommene Warenspenden noch berücksichtigt werden.

  • Während der Lockdowns gestartete Online-Aktivitäten bzw. Umsätze wurden bislang bei der Einreichung in rund der Hälfte der Fälle als „separate Betriebsstätte“ anerkannt und bei den Umsätzen rausgerechnet. Es gibt noch keine Erfahrungen, ob dies auch bei den Schlussabrechnungen anerkannt wird.

Alle Abschreibungen sollten gut dokumentiert und begründet werden. Da es widersprüchliche Aussagen in den FAQ gibt, sollte man die eigene Bewertung mit der entsprechenden Formulierung aus den FAQ begründen. Das gilt auch für Widersprüche oder Klagen gegen erfolgte (negative) Bescheide.

Corona, FinanzenGuest User